Neue Informationen zu den Abschlussprüfungen ESA/MSA vom 16.02.2020 und vom 09.04.2020 entnehmen Sie bitte den angehängten Elternbriefen und Infomrationen für volljährige Schüler*innen.

 

Pressemitteilung vom 31.03.2020

 

Bitte entnehmen Sie die neuen Termine der Abiturprüfungen der angehängten Datei.

 

Schulsenator Ties Rabe präzisiert Regelungen zum Sportabitur 2020

Anregungen von Schülern und Schulen werden aufgenommen

 

Schulsenator Ties Rabe hat heute zusammen mit den Fachleuten der Schulbehörde entschieden, dass alle Abiturprüfungen im Fach Sport stattfinden sollen: „Wir möchten, dass keine Schülerin und kein Schüler durch die besondere Situation Nachteile hat. Deshalb haben wir den vielen Anregungen der Schülerinnen und Schüler und der Schulen entsprochen und die Regelungen für das Sportabitur nochmal überarbeitet. Die Entscheidung ist klar: Alle Abiturprüfungen im Fach Sport finden statt. Keine Schülerin und kein Schüler muss aufgrund der Coronakrise ein anderes Abiturfach wählen. Das bedeutet im Einzelnen: Die mündlichen Teile der Sportprüfungen finden statt, die schriftlichen Teile finden statt und auch die sportpraktischen Teile der Sportprüfungen finden statt. Für den besonderen Fall, dass in einigen wenigen Sportarten wie zum Beispiel Judo oder Handball einzelne Teilprüfungsaufgaben im sportpraktischen Teil aufgrund der Infektionsgefahr nicht durchgeführt werden können, sorgen wir für Ersatz innerhalb der Sportart. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das jedoch in jedem Fall, dass sie ihr Sportabitur ablegen können wie sie sich es gewünscht hatten.“ Betroffen von der Neuregelung sind rund 750 Prüflinge auf erhöhtem Anforderungsniveau plus weitere Prüflinge auf grundlegendem Niveau, das allerdings dezentral geprüft und daher vorab nicht statistisch erfasst wird.

 

Hamburg gibt mehr Zeit für Abi-Vorbereitung

Abiturprüfungen starten fünf Tage später und zeitgleich mit Schleswig-Holstein

 

Am vergangenen Donnerstag hat die Kultusministerkonferenz entschieden, dass in diesem Schuljahr alle Abschlussprüfungen stattfinden sollen, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Wie mehrere andere Bundesländer hat deshalb jetzt auch die Hamburger Schulbehörde genauere Pläne für das Abitur vorgelegt. Demnach soll der Beginn der schriftlichen Prüfungen wie in Schleswig-Holstein auf den 21. April verschoben werden, um den Schülerinnen und Schülern mehr Vorbereitungszeit zu ermöglichen. Zudem werden mit Rücksicht auf die gesundheitliche Lage drei Mal so viele Nachschreibetermine angeboten. Um die Lehrkräfte zu entlasten, sollen die Zweitkorrekturen der rund 27.000 Abiturklausuren nur im Ausnahmefall stattfinden. Diese und weitere Erleichterungen gelten auch dann, wenn die Schulschließungen vor den Abiturprüfungen aufgehoben werden. Zusätzlich werden Schulbehörde und Schulen besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen, um den Infektionsschutz zu sichern.

 

Die schriftlichen Abiturprüfungen werden um fünf Tage verschoben und sollen nun in der Zeit vom 21. April bis 6. Mai stattfinden. Hamburg übernimmt damit die Zeitplanung von Schleswig-Holstein. Die neue Planung eröffnet den Schülerinnen und Schülern mehr Zeit für die Vorbereitung.

 

Bereits in dieser Woche sollen die Lehrkräfte mit ihren Schülerinnen und Schülern Kontakt aufnehmen und die Einzelheiten der Abiturprüfungen besprechen. Auch die häusliche Vorbereitungszeit für das Abitur soll bereits in dieser Woche eingeleitet werden. Dazu sollen die Schulen ihre Zeitpläne für das laufende Semester anpassen. Insgesamt stehen den Schülerinnen und Schülern damit bis zu 20 Tage Abiturvorbereitungszeit zur Verfügung, doppelt so viel wie ursprünglich geplant.

 

Die Hamburger Schulbehörde will genau wie die anderen Bundesländer auf Schülerinnen und Schüler besondere Rücksicht nehmen, die krankheitsbedingt oder aufgrund besonderer Umstände an den Hauptprüfungen nicht teilnehmen können. Deshalb werden anstelle der üblichen fünf Nachschreibetermine insgesamt elf Nachschreibetermine im Mai angeboten. Falls auch diese Termine von einzelnen Schülerinnen und Schülern krankheitsbedingt nicht wahrgenommen werden können, werden im Juni erstmals noch einmal fünf weitere Nachschreibetermine angesetzt.

 

Viele Schülerinnen und Schüler haben für die mündliche Prüfung eine aufwendige digitale Präsentation vereinbart. Falls einige Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer häuslichen Situation diese Präsentation nicht fertigstellen können, können sie sich bis zum 8. Mai neu entscheiden und alternativ auch eine herkömmliche mündliche Prüfung absolvieren.

 

Um den Schulen die Arbeit zu erleichtern, sollen die Zweitkorrekturen der rund 27.000 schriftlichen Abiturarbeiten in diesem Jahr nur im Ausnahmefall stattfinden. Für die Lehrkräfte ist das eine ganz erhebliche Arbeitsentlastung. Zudem gewinnen im Gegenzug je nach Terminplan auch einzelne Erstkorrektoren etwas mehr Zeit für die Korrektur.

 

Darüber hinaus dürfen die Schulen zur besseren Organisation der vielen Prüfungen dann, wenn der Schulbetrieb wieder angelaufen sein sollte, an bis zu drei Tagen den Unterricht der anderen Schülerinnen und Schüler aussetzen.

 

Wenn die Schulschließungen und die Infektionsrisiken anhalten, sollen die Prüfungen unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. So sollen die Arbeitsplätze der Schülerinnen und Schüler mit zwei Metern Abstand aufgestellt werden und auf höchstens zehn pro Klassenraum begrenzt werden. Alle Klassenräume und WC-Anlagen werden unmittelbar vor Beginn der Prüfung intensiv gereinigt. Zusätzlich sollen in den Prüfungsräumen Desinfektionsmittel für die Hände griffbereit aufgestellt werden. Darüber hinaus sollen die Prüfungen eines jeden Tages jeweils zeitlich um 15 Minuten versetzt gestaffelt werden, damit sich die Schülerinnen und Schüler beim Ankommen und Weggehen nicht begegnen.

 

Die Hamburger Schulbehörde stimmt die Maßnahmen zur Durchführung der Abschlussprüfungen regelmäßig mit der Gesundheitsbehörde ab und orientiert sich unter anderem an den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz, wo die Schülerinnen und Schüler bereits in der letzten Woche das Abitur geschrieben haben.